From 9891e53fe34fa19c5d206694ecc6dd716084a9b3 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: svemagie <869694+svemagie@users.noreply.github.com> Date: Mon, 23 Mar 2026 18:32:40 +0100 Subject: [PATCH] update article post --- content/articles/repraesentation-und-responsivitaet.md | 3 ++- 1 file changed, 2 insertions(+), 1 deletion(-) diff --git a/content/articles/repraesentation-und-responsivitaet.md b/content/articles/repraesentation-und-responsivitaet.md index 50cc4de..17b3a64 100644 --- a/content/articles/repraesentation-und-responsivitaet.md +++ b/content/articles/repraesentation-und-responsivitaet.md @@ -3,11 +3,12 @@ date: 2026-01-17T00:00:00.000Z title: Repräsentation und Responsivität gardenStage: plant visibility: Public +updated: 2026-03-23T17:32:39.738Z mpUrl: https://blog.giersig.eu/articles/repraesentation-und-responsivitaet/ permalink: /articles/repraesentation-und-responsivitaet/ --- -Die Notiz “Repräsentation und Responsivität” fasst zentrale empirische und theoretische Kritikpunkte an der Funktionsweise repräsentativer Demokratien zusammen. Der Kernbefund ist, dass politische Entscheidungen systematisch nicht den Präferenzen der breiten Bevölkerung folgen, sondern vorrangig die Interessen ökonomischer Eliten und organisierter Lobbygruppen bedienen. Dieser Nachweis einer “ungleichen Responsivität” wird durch einflussreiche Studien wie die von Gilens & Page (USA) und Schäfer (Deutschland) belegt. Das Konzept der “Postdemokratie” (Crouch) bietet einen theoretischen Rahmen für diese Entwicklung, in dem demokratische Institutionen formal bestehen bleiben, aber ihre Substanz verlieren. Die Notiz verbindet diese Befunde mit einer anarchistischen Perspektive, die in der repräsentativen Demokratie selbst eine strukturelle Ursache der Machtkonzentration sieht und dezentrale, partizipative Entscheidungsstrukturen als Ausweg propagiert. +Wir fassen zentrale empirische und theoretische Kritikpunkte an der Funktionsweise repräsentativer Demokratien zusammen. Der Kernbefund ist, dass politische Entscheidungen systematisch nicht den Präferenzen der breiten Bevölkerung folgen, sondern vorrangig die Interessen ökonomischer Eliten und organisierter Lobbygruppen bedienen. Dieser Nachweis einer “ungleichen Responsivität” wird durch einflussreiche Studien wie die von Gilens & Page (USA) und Schäfer (Deutschland) belegt. Das Konzept der “Postdemokratie” (Crouch) bietet einen theoretischen Rahmen für diese Entwicklung, in dem demokratische Institutionen formal bestehen bleiben, aber ihre Substanz verlieren. Die Notiz verbindet diese Befunde mit einer anarchistischen Perspektive, die in der repräsentativen Demokratie selbst eine strukturelle Ursache der Machtkonzentration sieht und dezentrale, partizipative Entscheidungsstrukturen als Ausweg propagiert. * * *