From 006d13cde8acd45434337708fe88c77a02f1935d Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: svemagie Date: Wed, 15 Apr 2026 10:21:58 +0200 Subject: [PATCH] update article post --- content/articles/repraesentation-und-responsivitaet.md | 4 ++-- 1 file changed, 2 insertions(+), 2 deletions(-) diff --git a/content/articles/repraesentation-und-responsivitaet.md b/content/articles/repraesentation-und-responsivitaet.md index 28bc782..78436e8 100644 --- a/content/articles/repraesentation-und-responsivitaet.md +++ b/content/articles/repraesentation-und-responsivitaet.md @@ -3,7 +3,7 @@ date: 2026-01-17T00:00:00.000Z title: Repräsentation und Responsivität gardenStage: plant visibility: Public -updated: 2026-04-15T08:19:22.628Z +updated: 2026-04-15T08:21:58.494Z webmentionResults: sent: 0 failed: 0 @@ -20,7 +20,7 @@ mpUrl: https://blog.giersig.eu/articles/repraesentation-und-responsivitaet/ permalink: /articles/repraesentation-und-responsivitaet/ --- -Wir fassen zentrale empirische und theoretische Kritikpunkte an der Funktionsweise repräsentativer Demokratien zusammen. Der Kernbefund ist, dass politische Entscheidungen systematisch nicht den Präferenzen der breiten Bevölkerung folgen, sondern vorrangig die Interessen ökonomischer Eliten und organisierter Lobbygruppen bedienen. Dieser Nachweis einer “ungleichen Responsivität” wird durch einflussreiche Studien wie die von Gilens & Page (USA) und Schäfer (Deutschland) belegt. Das Konzept der “Postdemokratie” (Crouch) bietet einen theoretischen Rahmen für diese Entwicklung, in dem demokratische Institutionen formal bestehen bleiben, aber ihre Substanz verlieren. Die Notiz verbindet diese Befunde mit einer [[anarchistischen Perspektive|Anarchistische Anthropologie]], die in der repräsentativen Demokratie selbst eine strukturelle Ursache der Machtkonzentration sieht und dezentrale, partizipative Entscheidungsstrukturen als Ausweg propagiert. +Wir fassen zentrale empirische und theoretische Kritikpunkte an der Funktionsweise repräsentativer Demokratien zusammen. Der Kernbefund ist, dass politische Entscheidungen systematisch nicht den Präferenzen der breiten Bevölkerung folgen, sondern vorrangig die Interessen ökonomischer Eliten und organisierter Lobbygruppen bedienen. Dieser Nachweis einer “ungleichen Responsivität” wird durch einflussreiche Studien wie die von Gilens & Page (USA) und Schäfer (Deutschland) belegt. Das Konzept der “Postdemokratie” (Crouch) bietet einen theoretischen Rahmen für diese Entwicklung, in dem demokratische Institutionen formal bestehen bleiben, aber ihre Substanz verlieren. Die Notiz verbindet diese Befunde mit einer [[Anarchistische Anthropologie|anarchistischen Perspektive]], die in der repräsentativen Demokratie selbst eine strukturelle Ursache der Machtkonzentration sieht und dezentrale, partizipative Entscheidungsstrukturen als Ausweg propagiert. * * *